Die Grundlagen einer Cloud

03.11.2022

Was ist die Cloud?

Auf alle seine Daten von egal wo zugreifen: Dies ist mit der Cloud möglich. Eine Cloud ist ein Server, der Kilometer weit entfernt sein kann. Solange eine Internetverbindung zur Verfügung steht, kann man von überall auf seine Daten zugreifen. Es kann auch eingestellt werden, dass andere Personen auf ein Dokument zugreifen dürfen. Auf Deutsch heisst Cloud übrigens Wolke. Es gibt verschiedenste Firmen, die Cloud-Dienste anbieten, wie zum Beispiel die Unico. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, ein eigenes Cloudsystem von zu Hause aus, zu führen. Dies ist möglich mit einem sogenannte Network Attached Storage (NAS).  Ein NAS ist ein Speichergerät, das mit dem Heim-Netzwerk (per Kupferkabel / LAN Kabel) verbunden ist. So können Daten ohne Probleme auf verschiedensten Endgeräten heruntergeladen und verwendet werden. Das NAS verwendet eingebaute Festplatten. Es gibt verschiedene NAS Typen mit unterschiedlicher Anzahlen an Slots (Festplattenhalterungen). In diesen Slots können verschiedene Grössen von Festplatten eingebaut werden.

Doch wie funktioniert die Cloud?

Die Cloud kann mit einem Netzwerk eines Unternehmens verglichen werden. Der Server muss mit dem Internet verbunden sein, damit auch aus der Ferne und digital auf die Daten zugegriffen werden kann. Dies bedeutet, dass der Nutzer nicht am gleichen Ort wie der Server sein muss. Wenn eine Firma keinen eigenen Server hat, kann ein Cloudspeicher bei einer externen Firma gemietet werden, (z. B. Microsoft OneDrive, iCloud, Google Drive, etc.). Der Zugriff erfolgt mittels verschlüsselter Internetverbindung. Die Grösse der Speicherkapazität wird vor der Miete vertraglich, je nach Interesse und Budget des Kunden festgelegt.

Was passiert, wenn die Daten auf einem Server verloren gehen?

In diesem Fall gibt es bei fast jedem Server ein Backup. Das Backup ist eine Kopie der Daten, die auf dem primären Server gespeichert sind. Das Backup wird auf einem separaten Server an einem anderen Standort gesichert. Der zweite Standort hat den Zweck der Datensicherung: falls der Raum, in dem sich der primäre Server befindet, zum Beispiel unter Wasser steht und deshalb defekt ist, die Daten sichert, damit diese nicht verloren gehen. Da der Backup-Server an einem anderen Ort steht, sind die Daten sicher gespeichert.

Die drei verschiedenen Cloud arten

Es gibt drei verschiedene Arten einer Cloud. Die erste Art ist die Public Cloud. Die Public Cloud dient dazu, unterschiedliche Anwendungen wie zum Beispiel «Google Docs» online zur Verfügung stellen. So können Dokumente und andere Dateien bearbeitet werden, ohne eine zusätzliche Software zu installieren. Eine sehr bekannte Public Cloud sind die von Microsoft Azure.

Die private Cloud

Die private Cloud wird gerne von Unternehmen eingesetzt. Mit dieser Art der Cloud kann das Unternehmen seine Cloud selber verwalten. Diese Cloud kann von einem eigenen so wie auch von einem externen Dienstleister gehostet = (Plattform, auf der die Cloud läuft) werden. Damit auch nur die Mitarbeitenden der eigenen Firma auf die Cloud zugreifen können, wird jedes Gerät mit einem gesicherten VPN oder einem abgegrenzten Intranet = (Ein nicht öffentliches Netzwerk, das bestimmte Regeln hat) ausgestattet.

Die Hybrid-Cloud

Die Hybrid-Cloud ist eine Mischung zwischen private Cloud und Public Cloud. Sie kombiniert die Vorteile von der privaten Cloud und der Public Cloud miteinander. Die Hybrid-Cloud eignet sich hervorragend für datenschutzkritische Anwendungen. Für viele Unternehmen ist dies ein wichtiger Faktor. Die Hybrid-Cloud wurde für bestimmte Anwendungen oder Services von öffentlichen Anbieter konzipiert. Um eine entsprechende Umgebung für die Hybrid-Cloud zu schaffen ist es wichtig, die beiden Bereiche (Kritisch und Unkritisch) voneinander zu trennen.

 

 03.11.2022
Timo Schmid

1. Lehrjahr Informatiker/EFZ Plattformentwickler